Anwendung der DIN EN 50156-1 (2016-03)

Veröffentlicht am 08.05.2018Kommentare geschlossen • Themen: Allgemein, IFAN

Die IFAN wird immer wieder beauftragt, Risikobeurteilungen und Gefährdungsanalysen auf Richtigkeit und Vollständigkeit zu prüfen. Dabei ist aufgefallen, dass nach wie vor, die DIN EN 501561-1 bei der Durchführung der Risikobeurteilung von Maschinen und Maschinenanlagen Anwendung findet.

Das ist grundsätzlich falsch!

Die Harmonisierung der DIN EN 50156-1 wurde mit der Ausgabe 2016 eindeutig festgelegt.
Grundsätzlich – diese Sicherheitsnorm findet ausschließlich Anwendung in der Umsetzung der Anforderungen der Druckgeräterichtlinie 2014/68/EU und den wesentlichen Anforderungen der Niederspannungsrichtlinie 2014/35/EU.
Der Bezug zur Maschinenrichtlinie besteht nicht mehr!

Grund der Anwendung der DIN EN 50156-1 im Rahmen der Betrachtung der Maschinenrichtlinie ist, das einige Sicherheitsnormen bei der Festlegung der sicherheitsbezogenen Steuerung, von Safety Integrity Level (SIL) sprechen und leider nicht den aktuellen Bezug nennen.
Wenn Sicherheitsnormen von SIL sprechen, nutzen Sie zur Berechnung und Auslegung die DIN EN 62061 (2017-10).

Die Anwendung dieser Norm kann gefährlich sein, weil die Auslegung der Sicherheitskreise, auf die Gefährdungen im Rahmen der Druckgeräterichtlinie ausgelegt sind. Diese Norm spricht bei den Folgen einer gefährlichen Vorfalls von mehreren Todesopfern, bis hin zu zahlreichen Todesopfern – derartige Folgen, sind in der Maschinenrichtlinie nicht bekannt bzw. der Anspruch.
FAZIT:

Achten Sie bei den kommenden Betrachtungen/Anwendungen auf die korrekte Sicherheitsnorm – machen Sie eine Normenrecherche.
Die Normenvielfalt in der Anwendung wächst immer weiter. Gehen Sie davon aus, dass erstellte Risikobeurteilungen und Gefährdungsanalysen lebende Dokument sind, die immer wieder auf Aktualität überprüft werden müssen.

 

Unsere Leistung dazu:

  1. Normenrecherche zum Produkt bzw. zur Anwendung
  2. Durchführung der Risikobeurteilung bzw. Gefährdungsanalyse
  3. Berechnung und Auslegung der Sicherheitskreise
  4. Erstellung der notwendigen Abschaltmatrix
  5. Vorbereitung zur Abnahme durch die Benannte Stelle

 

Die Erstberatung ist bei der IFAN ist immer kostenlos!

 

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Erneut aktualisierte DIN EN 378 für Kälteanlagen und Wärmepumpen

Veröffentlicht am 08.05.2018Kommentare geschlossen • Themen: Allgemein, IFAN

Nachdem im März 2017 die Neufassungen der DIN EN 378 veröffentlicht wurden, gibt es wieder überarbeitete Teile im April 2018 – die Teile 1 und 2 der DIN EN 378 wurden wegen Übersetzungsfehlern überarbeitet und die Harmonisierung zur Maschinenrichtlinie und Druckgeräterichtlinie konkretisiert.

Für den Anwender bedeutet dies – keine wirklich bedeutenden Änderungen, wie im Vorgänger dieser Teile.

 

Wichtig – für Bezieher der Vorgängernorm, sind diese Teile der DIN EN 378 kostenlos.
Das ist die gute Nachricht, in Anbetracht der unverschämten Preise.

Dies zum Anlass, möchten wir Ihnen noch einmal einen kurzen Abriss geben, zu den wichtigsten Änderungen bzw. Anforderungen der Ausgabe 2017-03:

1.     DIN EN 378-2 ist harmonisiert – zur Druckgeräterichtlinie und Maschinenrichtlinie

2.     Bestehen nationale Regelungen bzw. Gesetze (z.B. BetrSichV), gelten diese

3.     Klassifikation der Kältemittel (Teil 1) – inhaltlich ISO 817

4.     Festlegung zu Aufstellungsort und Grenzwerte für die Kältemittel-Füllmenge (Teil 1)

5.     Neufassung des Fließbildes zur Anwendung der Sicherheitseinrichtungen (Teil 2)

6.     Festlegung maximal zulässiger Druck – „Ausgangspunkt“ für die Konstruktion (Teil 2)

7.     Anforderungen zur Prüfung von Kälteanlagen (Teil 2) – Anpassung an 2014/68/EU

8.     Anforderungen zur Dichtheitsprüfung (Teil 2) – Prüfung der Anlage mit Kältemittel

9.     Kennzeichnung und Dokumentation

 

Fazit:

Nicht viel neues in den Nachfolgern. Dennoch empfehlen wir die Anschaffung der neuen Ausgaben. Beachten Sie die Übergangsfristen der Ausgaben 2017-03, die dortigen Änderungen müssen Hersteller und Betreiber bei Neukonstruktionen zur Anwendung kommen.

 

Unsere Leistung dazu:

Beratung in der Umsetzung von Änderungen bei Neuerscheinen oder Nachfolgenormen.

Die IFAN erstellt Gutachten in Streitfällen oder zur Klärung der technischen Anforderungen. Die aktuell anzuwenden Regelwerke werden mit dem IST-Zustand der Produkte verglichen und daraus ein Gutachten erstellt.
Kunden und Lieferanten sorgen somit für die notwendige Rechts- und Produktsicherheit.

 

Die Erstberatung ist bei der IFAN ist immer kostenlos!

 

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