Die neue DIN EN 12953-4 Großwasserraumkessel – Teil 4: Verarbeitung und Bauausführung für drucktragende Kesselteile

Veröffentlicht am 25.07.2018Kommentare geschlossen • Themen: Allgemein

Die DIN EN 12953-4, ist eine Norm aus der Reihe der Großraumwasserkessel. Diese Normenreihe ist von elementarer Bedeutung. Nicht nur, weil sämtliche Teile zur Druckgeräterichtlinie 2014/68/EU harmonisiert sind, sondern weil in dieser Normenreihe, das komplette Wissen für Betreiber und Hersteller von Großraumwasserkesseln steckt und für die benannte Stelle, als Basis für die Abnahmen genutzt werden.

In der Normenreihe der DIN EN 12953, ist alles zu finden, von der Schraube bis zum Kesselwärter – derzeit besteht diese Normenreihe aus 13 aktuellen Teilen.

In diesem Nachfolger, wurde der Abschnitt 5.2 komplett erneuert – Rückverfolgbarkeit. So neu ist das jedoch nicht, hier die Praxis der Norm deutlich voraus – Nachweis Werkstoff und Schweißer, werden bereits durch die Richtlinie gefordert, im Rahmen des Konformitätsbewertungsverfahren.

Wichtigsten Änderungen zum Vorgänger:

  1.  Zum Abschnitt Unrundheit im Abschnitt 5.3.2, hat der Normensetzer eine Formel zur Berechnung der Unrundheit dazugegeben.
  2. Der Abschnitt 5.7 Mannlochringe und -ausschnitte wurde deutlich erweitert – zeichnerische Darstellungen und Erklärungen zu den verschiedenen Ausführungen.
  3. Neue Toleranzangabe w = Nenntiefe der Wellen im Abschnitt 5.9.3 eingeführt.
  4. Anschlüsse von Flammrohren in Abschnitt 5.9.7 deutlich erweitert
  5. Abschnitt 5.12 komplett überarbeitet
  6. Abschnitt 5.14.2 komplett überarbeitet
  7. Abschnitt 5.16.3 entfallen
  8. Anhang stark verkürzt und komplett neu gestaltet
  9. Neuer Anhang B Dichtungen für Schließsysteme von Zugangs- und Prüfungsausschnitten
  10. Normative Verweise sind den Abschnitten hinzugefügt

Der neue Anhang C – Wesentliche technische Änderungen dieser Europäischen Norm im Vergleich zur Vorgängerfassung lässt den Leser hoffen, hier eine konkrete Aussage zu finden, ähnlich wie die grobe Zusammenfassung oben.
Leider werden Sie hier enttäuscht – da steht maximal: Abschnitt 5 komplett überarbeitet.

An dieser Stelle helfen wir gern weiter und erstellen einen kompletten Vergleich – Vorgänger zum Nachfolger.

 

Fazit:

Dieser Nachfolger ist mit vielen Neuigkeiten als komplett neue Norm zu betrachten. Eine Reihe von Neuigkeiten, die für Hersteller und Betreiber gleichermaßen wichtig sind.
Wir empfehlen dringend, sich diesen Nachfolger zu beschaffen und die Änderungen aufmerksam umzusetzen.

Unsere Leistung dazu:

Beratung in der Umsetzung von Änderungen bei Neuerscheinen oder Nachfolgenormen.
Kunden und Lieferanten sorgen somit für die notwenige Rechts- und Produktsicherheit.

Die Erstberatung ist bei der IFAN ist immer kostenlos!

 

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Die neue DIN EN ISO 14118 Vermeidung von unerwartetem Anlauf

Veröffentlicht am 25.07.2018Kommentare geschlossen • Themen: Allgemein, IFAN

Die DIN EN ISO 14118 (2018-07) Sicherheit von Maschinen – Vermeidung von unerwartetem Anlauf, ist der Nachfolger der DIN EN 1037 (2008-11).

Jeder Maschinen- und Anlagenbauer kennt dieses Thema. Jedoch wissen die wenigsten, dass dieses Thema normativ geregelt ist und deswegen bei vielen Maschinen- und Anlagenbauer unbekannt. Die DIN EN 1037 führte ein unscheinbares Leben, trotzdem sie in sehr vielen Sicherheitsnormen als normativer Verweis gelistet ist.

 

Der Nachfolger enthält keine wesentlichen Neuerungen.
Grundlegende Änderungen zum Vorgänger, sind der deutliche und umfangreiche Bezug auf die DIN EN ISO 13849-1/DIN EN 62061 und der neue Abschnitt 7. Dem Konstrukteur wird in diesem Abschnitt die Möglichkeit gegeben, sich selbst zu überprüfen und zu dokumentieren, aber auch eine Grundlage für die Fertigung zu schaffen.
Ansonsten eine reine bibliographische Überarbeitung.

Diese Norm legt konstruktive Maßnahmen fest, um den sicheren Eingriff in Gefahrenbereichen zu ermöglichen. Ein wichtiger Ansatz bei der Reduzierung der Gefährdung, wenn es um die Lebensphasen, z.B. Instandhaltung und Fehlersuche geht.
(siehe dazu auch DIN EN ISO 12100 Tabelle B.3)
In fast jeder Risikobeurteilung ist diese Norm zu berücksichtigen, weil hier sämtliche Energiearten einbezogen werden, aus der unerwartete Bewegungen entstehen können.

Dies sind:

  1. Energie, die für Bewegung sorgen – elektrisch, pneumatisch, hydraulisch
  2. Energie, die gespeichert ist – Federkraft, Schwerkraft
  3. Energie, die von außen wirken kann – Wind

In einer Reihe von Typ C Normen, werden ähnliche Gefährdungen beschrieben und Maßnahmen formuliert. Diese sind dann vorrangig zu betrachten.

 

Fazit:

Viele Konstrukteure/Hersteller, haben das Thema des unerwartetem Anlaufes, nach bestem Wissen technisch gelöst. Dabei bleiben, wie es immer ist, wenn Normen nicht bekannt sind, Anforderungen aus dieser Typ B Norm, unberücksichtigt.
Wir empfehlen, sich diesen Nachfolger anzuschaffen und zu lesen, um auch an dieser Stelle, die Produkt- und Rechtssicherheit Ihrer Produkte zu gewährleisten.

 

Unsere Leistung dazu:

  1. Normenrecherche zum Produkt bzw. zur Anwendung
  2. Durchführung der Risikobeurteilung bzw. Gefährdungsanalyse
  3. Berechnung und Auslegung der Sicherheitskreise (PL und SIL)
  4. Erstellung der notwendigen Abschaltmatrix
  5. Vorbereitung zur Abnahme durch die Benannte Stelle

Die Erstberatung ist bei der IFAN ist immer kostenlos!

 

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