Die neue DIN EN 1090-4 (2018-09)

Veröffentlicht am 25.09.2018Kommentare geschlossen • Themen: Allgemein, IFAN

DIN EN 1090-4 (2018-09)
Ausführung von Stahltragwerken und Aluminiumtragwerken – Teil 4: Technische Anforderungen an tragende kaltgeformte Bauelemente aus Stahl und tragende Bauteile für Dach-, Decken-, Boden- und Wandanwendungen.

 

Sämtliche Regeln und Normen zur Tragwerksplanung sind im Eurocode zusammengefasst. Mittlerweile fordern sämtliche am Bau verwendeten Produkte einen Konformitätsnachweis, die CE-Kennzeichnung – Herstellungsmerkmale und Tragfähigkeitsmerkmale.
Die Normenreihe der DIN EN 1090 wurde im September um den Teil 4 erweitert. Im Zuge dieser Veröffentlichung, wurde die
DIN EN 1090-2 (2018-09) Ausführung von Stahltragwerken und Aluminiumtragwerken – Teil 2: Technische Regeln für die Ausführung von Stahltragwerken, ebenfalls im September als überarbeitete Version veröffentlicht.

Dieser Teil 4 bezieht sich auf den Anwendungsbereich der DIN EN 1993-1-3. Konkret, auf kaltgewalzte Stahlerzeugnisse aus beschichtetem oder nicht beschichtetem warm- oder kaltgewalzten Blech oder Band, das durch Rollprofilier- oder Kantverfahren kaltverformt wurde.
Wir sprechen hier von offenen Profilen und zusammengesetzten (verschweißt) offenen oder geschlossenen Profilen. Dazu zählen auch Profilbleche (z.B. Trapezbleche) und Kassettenprofile.

Hersteller müssen also in Zukunft dokumentieren und nachweisen, dass die Anforderungen aus dem Teil 4 der DIN EN 1090 umgesetzt wurden. Hinzu kommt die Kennzeichnung mit dem CE-Kennzeichen und die Ausstellung der Konformitätserklärung nach Bauproduktenverordnung 305/2011. Obendrein die internen Nachweise der werkseigenen Produktionskontrolle, als Teil des Konformitätsbewertungsverfahren.

Fazit:

Die Veröffentlichung dieser Norm bedeutet für alle Wirtschaftakteure einen Mehraufwand. Hersteller und Wiederverkäufer müssen sich darauf einstellen, dass Dokumentation und Nachweisführung den Anforderungen der DIN EN 1090-1 entsprechen müssen. Heißt also, Sie müssen sich die entsprechenden Normen beschaffen, sie lesen und den Inhalt intern umsetzen.
Erschrecken Sie nicht bei der Beschaffung der Normen – der Beuth Verlag lässt sich die Normen hochherrschaftlich bezahlen.

 

Unsere Leistung dazu:

  1. Normenrecherche zum Produkt bzw. zur Anwendung
  2. Umsetzung der werkseigenen Produktionskontrolle
  3. Durchführung der Risikobeurteilung
  4. Erstellung der Konformitätserklärung
  5. Erstellung der Dokumentation

Die Erstberatung ist bei der IFAN immer kostenlos!

 

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Arbeitsstättenverordnung oder Betriebssicherheitsverordnung

Veröffentlicht am 25.09.2018Kommentare geschlossen • Themen: Allgemein, IFAN

Zweierlei Begrifflichkeiten, mit unterschiedlicher Bedeutung. Leider gibt es immer wieder unterschiedliche Meinungen zur Bedeutung und zur Verantwortlichkeit in der Umsetzung.

Nachstehend möchten wir Ihnen den Unterschied aufzeigen, wo diese beiden Verordnungen getrennt werden müssen.

 

Arbeitsstättenverordnung (ArbStättV):

Bei der Arbeitsstättenverordnung handelt es sich um eine Verordnung, welche die Ziele für Arbeitsräume vorgibt. Ferner werden die Themen Mindestbeleuchtung, Lüftung, Temperierung und Verkehrswege im Betrieb geregelt. Diese Vorschriften wurden zugunsten der Arbeitnehmer entwickelt. Zum Schutz und als ideale Arbeitsbedingung für eine gemeinsame Zusammenarbeit. Zu den einzelnen Vorschriften wurden im Laufe der Zeit technische Regeln angelegt. Diese enthalten unterschiedliche Rechtsbegriffe und Definitionen. Wurde noch keine technische Regelung verfasst, bleiben die alten Richtlinien bestehen. Die sogenannte Arbeitsstättenverordnung hat eine Gültigkeit im gesamten Bundesgebiet Deutschland.

Ein Beispiel ist das im Jahre 2003 bundesweit eingeführt geltende Nichtraucherschutz.

 

Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV):

Die Betriebssicherheitsverordnung ist eine deutsche Umsetzung der sogenannten Arbeitsmittelrichtlinien. Diese umfasst die Bereitstellung der einzelnen Arbeitsmittel und die Benutzung selbiger. Anlagen müssen im Sinne des Arbeitsschutzes vom Arbeitgeber überwacht werden, sodass den Arbeitnehmer bei der Arbeit nichts geschieht. Eine Gefährdung muss dadurch ausgeschlossen werden. Für dieses spezielle Konzept gibt es auch Grundbausteine. Diese werden unterteilt in eine einheitliche Gefährdungsbeurteilung der Arbeitsmittel, eine sicherheitstechnische Bewertung, Stand der Technik und Prüfungen über die Schutzmaßnahmen. Außerdem gibt es spezielle Mindestanforderungen für die Arbeitsmittel. Dazu zählen beispielsweise Druckgeräterichtlinien und ATEX Produktlinien.
Das bedeutet auch, jede Maschine bzw. Gerät muss vor der Inbetriebnahme überprüft werden. Es gibt einige Anlagen, die ständig über eine Überwachsungsbehörde überwacht werden.

Ein Beispiel ist die TRBS 1201 Prüfungen von Arbeitsmitteln und überwachungsbedürftigen Anlagen.

 

Unsere Leistung dazu:

  1. Normenrecherche zum Produkt bzw. zur Anwendung
  2. Durchführung der Gefährdungsbeurteilung
  3. Korrespondenz mit der benannten Stelle
  4. Durchsetzung der Ergebnisse

 

Die Erstberatung ist bei der IFAN immer kostenlos!

 

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