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Die neue DIN EN 12953-4 Großwasserraumkessel – Teil 4: Verarbeitung und Bauausführung für drucktragende Kesselteile

Veröffentlicht am 25.07.2018 • Themen: Allgemein

Die DIN EN 12953-4, ist eine Norm aus der Reihe der Großraumwasserkessel. Diese Normenreihe ist von elementarer Bedeutung. Nicht nur, weil sämtliche Teile zur Druckgeräterichtlinie 2014/68/EU harmonisiert sind, sondern weil in dieser Normenreihe, das komplette Wissen für Betreiber und Hersteller von Großraumwasserkesseln steckt und für die benannte Stelle, als Basis für die Abnahmen genutzt werden.

In der Normenreihe der DIN EN 12953, ist alles zu finden, von der Schraube bis zum Kesselwärter – derzeit besteht diese Normenreihe aus 13 aktuellen Teilen.

In diesem Nachfolger, wurde der Abschnitt 5.2 komplett erneuert – Rückverfolgbarkeit. So neu ist das jedoch nicht, hier die Praxis der Norm deutlich voraus – Nachweis Werkstoff und Schweißer, werden bereits durch die Richtlinie gefordert, im Rahmen des Konformitätsbewertungsverfahren.

Wichtigsten Änderungen zum Vorgänger:

  1.  Zum Abschnitt Unrundheit im Abschnitt 5.3.2, hat der Normensetzer eine Formel zur Berechnung der Unrundheit dazugegeben.
  2. Der Abschnitt 5.7 Mannlochringe und -ausschnitte wurde deutlich erweitert – zeichnerische Darstellungen und Erklärungen zu den verschiedenen Ausführungen.
  3. Neue Toleranzangabe w = Nenntiefe der Wellen im Abschnitt 5.9.3 eingeführt.
  4. Anschlüsse von Flammrohren in Abschnitt 5.9.7 deutlich erweitert
  5. Abschnitt 5.12 komplett überarbeitet
  6. Abschnitt 5.14.2 komplett überarbeitet
  7. Abschnitt 5.16.3 entfallen
  8. Anhang stark verkürzt und komplett neu gestaltet
  9. Neuer Anhang B Dichtungen für Schließsysteme von Zugangs- und Prüfungsausschnitten
  10. Normative Verweise sind den Abschnitten hinzugefügt

Der neue Anhang C – Wesentliche technische Änderungen dieser Europäischen Norm im Vergleich zur Vorgängerfassung lässt den Leser hoffen, hier eine konkrete Aussage zu finden, ähnlich wie die grobe Zusammenfassung oben.
Leider werden Sie hier enttäuscht – da steht maximal: Abschnitt 5 komplett überarbeitet.

An dieser Stelle helfen wir gern weiter und erstellen einen kompletten Vergleich – Vorgänger zum Nachfolger.

 

Fazit:

Dieser Nachfolger ist mit vielen Neuigkeiten als komplett neue Norm zu betrachten. Eine Reihe von Neuigkeiten, die für Hersteller und Betreiber gleichermaßen wichtig sind.
Wir empfehlen dringend, sich diesen Nachfolger zu beschaffen und die Änderungen aufmerksam umzusetzen.

Unsere Leistung dazu:

Beratung in der Umsetzung von Änderungen bei Neuerscheinen oder Nachfolgenormen.
Kunden und Lieferanten sorgen somit für die notwenige Rechts- und Produktsicherheit.

Die Erstberatung ist bei der IFAN ist immer kostenlos!

 

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Die neue DIN EN ISO 14118 Vermeidung von unerwartetem Anlauf

Veröffentlicht am 25.07.2018 • Themen: Allgemein, IFAN

Die DIN EN ISO 14118 (2018-07) Sicherheit von Maschinen – Vermeidung von unerwartetem Anlauf, ist der Nachfolger der DIN EN 1037 (2008-11).

Jeder Maschinen- und Anlagenbauer kennt dieses Thema. Jedoch wissen die wenigsten, dass dieses Thema normativ geregelt ist und deswegen bei vielen Maschinen- und Anlagenbauer unbekannt. Die DIN EN 1037 führte ein unscheinbares Leben, trotzdem sie in sehr vielen Sicherheitsnormen als normativer Verweis gelistet ist.

 

Der Nachfolger enthält keine wesentlichen Neuerungen.
Grundlegende Änderungen zum Vorgänger, sind der deutliche und umfangreiche Bezug auf die DIN EN ISO 13849-1/DIN EN 62061 und der neue Abschnitt 7. Dem Konstrukteur wird in diesem Abschnitt die Möglichkeit gegeben, sich selbst zu überprüfen und zu dokumentieren, aber auch eine Grundlage für die Fertigung zu schaffen.
Ansonsten eine reine bibliographische Überarbeitung.

Diese Norm legt konstruktive Maßnahmen fest, um den sicheren Eingriff in Gefahrenbereichen zu ermöglichen. Ein wichtiger Ansatz bei der Reduzierung der Gefährdung, wenn es um die Lebensphasen, z.B. Instandhaltung und Fehlersuche geht.
(siehe dazu auch DIN EN ISO 12100 Tabelle B.3)
In fast jeder Risikobeurteilung ist diese Norm zu berücksichtigen, weil hier sämtliche Energiearten einbezogen werden, aus der unerwartete Bewegungen entstehen können.

Dies sind:

  1. Energie, die für Bewegung sorgen – elektrisch, pneumatisch, hydraulisch
  2. Energie, die gespeichert ist – Federkraft, Schwerkraft
  3. Energie, die von außen wirken kann – Wind

In einer Reihe von Typ C Normen, werden ähnliche Gefährdungen beschrieben und Maßnahmen formuliert. Diese sind dann vorrangig zu betrachten.

 

Fazit:

Viele Konstrukteure/Hersteller, haben das Thema des unerwartetem Anlaufes, nach bestem Wissen technisch gelöst. Dabei bleiben, wie es immer ist, wenn Normen nicht bekannt sind, Anforderungen aus dieser Typ B Norm, unberücksichtigt.
Wir empfehlen, sich diesen Nachfolger anzuschaffen und zu lesen, um auch an dieser Stelle, die Produkt- und Rechtssicherheit Ihrer Produkte zu gewährleisten.

 

Unsere Leistung dazu:

  1. Normenrecherche zum Produkt bzw. zur Anwendung
  2. Durchführung der Risikobeurteilung bzw. Gefährdungsanalyse
  3. Berechnung und Auslegung der Sicherheitskreise (PL und SIL)
  4. Erstellung der notwendigen Abschaltmatrix
  5. Vorbereitung zur Abnahme durch die Benannte Stelle

Die Erstberatung ist bei der IFAN ist immer kostenlos!

 

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Die notifizierte Stelle – Pflicht oder freiwillig?

Veröffentlicht am 20.06.2018 • Themen: Allgemein

Die notifizierte Stelle – Pflicht oder freiwillig?

 

Immer wieder entstehen Fragen, wenn es darum geht: Wann muss ich die notifizierte Stelle heranziehen? Oder es wird einfach pauschal eine notifizierte Stelle beauftragt, obwohl es gar nicht notwendig ist.

Die Wahrheit bzw. die Antwort stehen, wie zu fast allen Fragen, in den anzuwenden Regelwerken. In diesem Fall, finden wir die Antworten in den Europäischen Richtlinien, die grundlegend zum Produkt zur Anwendung kommen.
Ausschließlich Produkte die unter die Druckgeräterichtlinie (2014/68/EU), EMV Richtlinie (2014/30EU) oder unter die ATEX Richtlinie (2014/34/EU) fallen, fordern explizit die Prüfung durch eine notifizierte Stelle. Das Ergebnis und der Nachweis der notifizierte Stelle ist Teil des Konformitätsbewertungsverfahren und wird über die Ausstellung der EU-Baumusterprüfbescheinigung attestiert.

In diesen drei Richtlinien sind die verschiedenen Anwendungsfälle in Module aufgeteilt. Nicht jeder Anwendungsfall erfordert die Prüfung durch eine notifizierte Stelle. In den jeweiligen Modulen werden der Umfang und die Notwendigkeit festgelegt. Es ist Sache und Verantwortung des Herstellers, diese Module zu kennen und im Bedarfsfall eine notifizierte Stelle zu beauftragen.

Diese EU-Baumusterprüfbescheinigung und die notifizierte Stelle, sind durch die Vergabe von Nummern, eindeutig zu identifizieren und werden auf der Konformitätserklärung vermerkt.

Die Maschinenrichtlinie (2006/42/EG) oder die Niederspannungsrichtlinie (2014/35/EU), kennen die notifizierte Stelle nicht. Das anzuwendende Konformitätsbewertungsverfahren liegt in alleiniger Verantwortung des Herstellers – eine notifizierte Stelle hat an dieser Stelle keine Grundlage, die Konstruktion oder Herstellung des Produktes zu beeinflussen.
Viele Unternehmen sind sich nach wie vor unsicher – an dieser Stelle berät die IFAN und verhindert somit die Einflussnahme einer notifizierten Stelle und die dadurch entstehenden hohen Kosten.

 

Fazit:

Die genauen Kenntnisse über den Inhalt von Richtlinien und Eigenschaften des Produktes, sind unabdingbar, wenn es um die Antwort geht – ist die notifizierte Stelle für das rechtssichere Inverkehrbringen, also als Teil des Konformitätsbewertungsverfahren, erforderlich?

 

Unsere Leistung dazu:

1.     Normenrecherche zum Produkt bzw. zur Anwendung
2.     Durchführung der Risikobeurteilung bzw. Gefährdungsanalyse
3.     Berechnung und Auslegung der Sicherheitskreise
4.     Erstellung der notwendigen Abschaltmatrix
5.     Vorbereitung zur Abnahme durch die Benannte Stelle

Die Erstberatung ist bei der IFAN immer kostenlos!

 

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Die neue DIN ISO 45001 Managementsysteme für Sicherheit und Gesundheit

Veröffentlicht am 20.06.2018 • Themen: Allgemein

Die neue DIN ISO 45001 (2018-06)

Managementsysteme für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit – Anforderungen mit
Anleitung zur Anwendung

 

Die ISO 45001 ist die erste auf internationaler Basis entstandenen Norm, zum Thema Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit.

Grund der Zusammenarbeit auf internationaler Basis waren unter anderem die zunehmenden Anforderungen an Arbeits- und Gesundheitsschutz, der Förderung von Gesundheit in Unternehmen und Organisationen aufgrund des Demographischen Wandels, der Zunahme von Erkrankungen sowie der Digitalisierung und Beschleunigung der Arbeits- und Freizeitwelt.

Der bisher angewendete Standard BS OHSAS 18001 aus dem Jahr 2007 wurde deutlich verbessert und durch die ISO 45001 ersetzt. Die ISO 45001 beschreibt Anforderungen an Managementsysteme im Arbeits- und Gesundheitsschutz und enthält darüber hinaus eine Anleitung zur Umsetzung.
Unternehmen, die bisher nach der OHSAS 18001 zertifiziert wurden, haben nun drei Jahre Zeit, ihr Managementsystem nach der ISO 45001 umzustellen.

Die Norm zielt nicht nur auf den Schutz der eigenen Mitarbeiter, sondern auch auf den anderer Personen, die unter der Verantwortung des Unternehmens tätig sind, besonders an die Führungskräfte im Unternehmen gerichtet, die dies nachweisen müssen.
Die Integration in bestehende Managementsysteme, wie z.B. ISO 9001 oder ISO 14001, ist ein grundlegendes Merkmal dieser Norm.

Fazit:

Mit ISO 45001 ist ein internationaler Standard geschaffen, der im Bereich Arbeitsschutz neben Verbindlichkeit auch die erforderliche Verlässlichkeit schafft.
Diese Norm ist wegweisend und wird zukünftig in jeder Organisation (Unternehmen, Vereinen, usw.) zu finden sein.
Es empfiehlt sich, sich rechtzeitig mit dieser Norm auseinanderzusetzen.

Persönliche Bemerkung:

Die Dekadenz des Beuth Verlages erreicht mit der Bepreisung dieser Norm einen neuen Höhepunkt – 175,40 € für ein effektiv 80seitiges Regelwerk, welches einmalig vom Englischen ins Deutsche übersetzt wurde und nahezu von jedem Unternehmen benötigen wird!
Diese Art von Regelwerk m
uss kostenlos sein!

 

Unsere Leistung dazu:

Beratung in der Umsetzung von Änderungen bei Neuerscheinen oder Nachfolgenormen.
Kunden und Lieferanten sorgen somit für die notwenige Rechts- und Produktsicherheit.

Die Erstberatung ist bei der IFAN immer kostenlos!

 

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Anwendung der DIN EN 50156-1 (2016-03)

Veröffentlicht am 08.05.2018 • Themen: Allgemein, IFAN

Die IFAN wird immer wieder beauftragt, Risikobeurteilungen und Gefährdungsanalysen auf Richtigkeit und Vollständigkeit zu prüfen. Dabei ist aufgefallen, dass nach wie vor, die DIN EN 501561-1 bei der Durchführung der Risikobeurteilung von Maschinen und Maschinenanlagen Anwendung findet.

Das ist grundsätzlich falsch!

Die Harmonisierung der DIN EN 50156-1 wurde mit der Ausgabe 2016 eindeutig festgelegt.
Grundsätzlich – diese Sicherheitsnorm findet ausschließlich Anwendung in der Umsetzung der Anforderungen der Druckgeräterichtlinie 2014/68/EU und den wesentlichen Anforderungen der Niederspannungsrichtlinie 2014/35/EU.
Der Bezug zur Maschinenrichtlinie besteht nicht mehr!

Grund der Anwendung der DIN EN 50156-1 im Rahmen der Betrachtung der Maschinenrichtlinie ist, das einige Sicherheitsnormen bei der Festlegung der sicherheitsbezogenen Steuerung, von Safety Integrity Level (SIL) sprechen und leider nicht den aktuellen Bezug nennen.
Wenn Sicherheitsnormen von SIL sprechen, nutzen Sie zur Berechnung und Auslegung die DIN EN 62061 (2017-10).

Die Anwendung dieser Norm kann gefährlich sein, weil die Auslegung der Sicherheitskreise, auf die Gefährdungen im Rahmen der Druckgeräterichtlinie ausgelegt sind. Diese Norm spricht bei den Folgen einer gefährlichen Vorfalls von mehreren Todesopfern, bis hin zu zahlreichen Todesopfern – derartige Folgen, sind in der Maschinenrichtlinie nicht bekannt bzw. der Anspruch.
FAZIT:

Achten Sie bei den kommenden Betrachtungen/Anwendungen auf die korrekte Sicherheitsnorm – machen Sie eine Normenrecherche.
Die Normenvielfalt in der Anwendung wächst immer weiter. Gehen Sie davon aus, dass erstellte Risikobeurteilungen und Gefährdungsanalysen lebende Dokument sind, die immer wieder auf Aktualität überprüft werden müssen.

 

Unsere Leistung dazu:

  1. Normenrecherche zum Produkt bzw. zur Anwendung
  2. Durchführung der Risikobeurteilung bzw. Gefährdungsanalyse
  3. Berechnung und Auslegung der Sicherheitskreise
  4. Erstellung der notwendigen Abschaltmatrix
  5. Vorbereitung zur Abnahme durch die Benannte Stelle

 

Die Erstberatung ist bei der IFAN ist immer kostenlos!

 

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Erneut aktualisierte DIN EN 378 für Kälteanlagen und Wärmepumpen

Veröffentlicht am 08.05.2018 • Themen: Allgemein, IFAN

Nachdem im März 2017 die Neufassungen der DIN EN 378 veröffentlicht wurden, gibt es wieder überarbeitete Teile im April 2018 – die Teile 1 und 2 der DIN EN 378 wurden wegen Übersetzungsfehlern überarbeitet und die Harmonisierung zur Maschinenrichtlinie und Druckgeräterichtlinie konkretisiert.

Für den Anwender bedeutet dies – keine wirklich bedeutenden Änderungen, wie im Vorgänger dieser Teile.

 

Wichtig – für Bezieher der Vorgängernorm, sind diese Teile der DIN EN 378 kostenlos.
Das ist die gute Nachricht, in Anbetracht der unverschämten Preise.

Dies zum Anlass, möchten wir Ihnen noch einmal einen kurzen Abriss geben, zu den wichtigsten Änderungen bzw. Anforderungen der Ausgabe 2017-03:

1.     DIN EN 378-2 ist harmonisiert – zur Druckgeräterichtlinie und Maschinenrichtlinie

2.     Bestehen nationale Regelungen bzw. Gesetze (z.B. BetrSichV), gelten diese

3.     Klassifikation der Kältemittel (Teil 1) – inhaltlich ISO 817

4.     Festlegung zu Aufstellungsort und Grenzwerte für die Kältemittel-Füllmenge (Teil 1)

5.     Neufassung des Fließbildes zur Anwendung der Sicherheitseinrichtungen (Teil 2)

6.     Festlegung maximal zulässiger Druck – „Ausgangspunkt“ für die Konstruktion (Teil 2)

7.     Anforderungen zur Prüfung von Kälteanlagen (Teil 2) – Anpassung an 2014/68/EU

8.     Anforderungen zur Dichtheitsprüfung (Teil 2) – Prüfung der Anlage mit Kältemittel

9.     Kennzeichnung und Dokumentation

 

Fazit:

Nicht viel neues in den Nachfolgern. Dennoch empfehlen wir die Anschaffung der neuen Ausgaben. Beachten Sie die Übergangsfristen der Ausgaben 2017-03, die dortigen Änderungen müssen Hersteller und Betreiber bei Neukonstruktionen zur Anwendung kommen.

 

Unsere Leistung dazu:

Beratung in der Umsetzung von Änderungen bei Neuerscheinen oder Nachfolgenormen.

Die IFAN erstellt Gutachten in Streitfällen oder zur Klärung der technischen Anforderungen. Die aktuell anzuwenden Regelwerke werden mit dem IST-Zustand der Produkte verglichen und daraus ein Gutachten erstellt.
Kunden und Lieferanten sorgen somit für die notwendige Rechts- und Produktsicherheit.

 

Die Erstberatung ist bei der IFAN ist immer kostenlos!

 

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Welches Regelwerk DGUV oder TRBS?

Veröffentlicht am 04.04.2018 • Themen: Allgemein, IFAN

Neben den bekannten Europäischen Richtlinien (Maschinenrichtlinie, Niederspannungsrichtlinie, usw.) und den zugehörigen harmonisierten Normen, die maßgeblich für die Herstellung von Produkten anzuwenden sind, ist ebenso der Arbeitsschutz auf Europäischer Ebene einheitlich geregelt.

Die Richtlinie 2009/104/EG Benutzung von Arbeitsmitteln durch Arbeitnehmer bei der Arbeit, vom 16.September 2009, ist inhaltlich verpflichtend durch alle Mitgliedstaaten der Europäischen Union umzusetzen.

In Deutschland wird dies durch die Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV) sichergestellt.
Bereitstellung von Arbeitsmitteln sowie den Betrieb von überwachungsbedürftigen Anlagen im Sinne des Arbeitsschutzes. In den Technischen Regeln für Betriebssicherheit (TRBS), werden diese Anforderungen veröffentlicht. Die TRBS stellen die Mindestanforderungen an Arbeitsmittel dar, soweit sie nicht durch harmonisierte europäische Richtlinien geregelt sind.

Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) Verband, bestehend aus den gewerblichen Berufsgenossenschaften und den Unfallkassen.
DGUV Vorschriften ist ein autonomes (unabhängig) Recht – zunächst als Empfehlung anzusehen, ohne verpflichtenden Charakter. Für die Mitgliedsbetriebe der Berufsgenossenschaften, besteht allerdings die Abhängigkeit zur Einhaltung. Das bedeutet, dass sowohl staatliche Vorschriften als auch Vorschriften aus dem autonomen Arbeitsschutzrecht der Unfallversicherungsträger durch den Arbeitgeber zu beachten sind.

 

Fazit:

Die Wertigkeit der bestehenden Regeln zum Thema Arbeitsschutz, sind also mit der gleichen
Aufmerksamkeit zu beachten wie die der produktbezogenen Richtlinien und Normen.
An dieser Stelle ist es jedoch immer von Wichtigkeit, die Schnittstellen zu beachten, die Regelwerke nicht zu vermischen, gerade wenn es um die Anwendung der TRBS geht.
Grund dafür – TRBS und DGUV zitieren sehr oft Regelwerke aus der produktbezogenen „Ecke“ – das es nicht immer einfach macht.

 

Unsere Leistung dazu:

Die IFAN erstellt Gefährdungsbeurteilungen nach BetrSichV, wir beraten inhaltlich und präzisieren die Anwendung zwischen Hersteller und Betreiber.

Die Erstberatung ist bei der IFAN immer kostenlos!

 

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Es wird bunter – neue Farben für Leiter

Veröffentlicht am 04.04.2018 • Themen: Allgemein, IFAN

Mit der Veröffentlichung der

DIN EN 60445 (2018-02) Grund- und Sicherheitsregeln für die Mensch-Maschine-Schnittstelle – Kennzeichnung von Anschlüssen elektrischer Betriebsmittel, angeschlossenen Leiterenden und Leitern

müssen sich Hersteller und Betreiber auf neue Farben für bestimmte Leiter einstellen.

Die Änderungen betreffen den Bereich der Gleichstromsystemen.
In diesem Nachfolger wird nicht von Empfehlungen gesprochen. Die Kennzeichnung muss entsprechend der Farbmarkierung nach Tabelle A.1 vorgenommen werden – somit ist eine eindeutige Identifizierung möglich.

Neu sind – Auszug aus Tabelle A.1:

Für den Vorgänger besteht eine Übergangsfrist bis zum 08.09.2020 – somit für Hersteller und Verarbeiter ausreichend Zeit, die Änderungen des Nachfolgers der DIN EN 60445 umzusetzen.

Geben Sie diese Information intern weiter und passen Sie für Neukonstruktionen rechtzeitig die Stromlaufpläne an, ändern Sie bestehende Werknormen oder Anweisungen. Vergessen Sie dabei die Fertigung und Montage nicht.

 

Unsere Leistung dazu:

Die IFAN erstellt Gutachten in Streitfällen oder zur Klärung der technischen Anforderungen. Die aktuell anzuwenden Regelwerke werden mit dem IST-Zustand der Produkte verglichen und daraus ein Gutachten erstellt.
Kunden und Lieferanten sorgen somit für die notwendige Rechts- und Produktsicherheit.

Die Erstberatung ist bei der IFAN immer kostenlos!

 

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Wesentliche Veränderung oder doch nicht?

Veröffentlicht am 01.03.2018 • Themen: Allgemein, IFAN

Ist die Erneuerung von Teilen der sicherheitsbezogenen Steuerung = Wesentliche Veränderung?

Nach so vielen Jahren der Gültigkeit von Maschinenrichtlinie und Co. und dem eigens dafür verabschiedeten Interpretationspapieres des BMAS „Wesentliche Veränderung von Maschinen“ – erste Bekanntmachung September 2000, ist dieses Thema leider immer noch nicht klar.

Das Kuriose ist – dort ist alles enthalten, was gebraucht wird!
Das der Betreiber von Maschinen und Anlagen nicht immer um deren Inhalt weiß, ist nachvollziehbar. Nur, wenn die benannte Stelle – TÜV und Co. – den Inhalt und Umgang mit diesem Interpretationspapier ebenfalls nicht kennt und falsch berät, ist das Anlass, dieses Thema noch einmal aufzugreifen und klarzustellen.

„Wesentliche Veränderung“ heißt konkret, es muss eine neue und vollumfängliche Risikobeurteilung/Gefährdungsanalyse nach Stand der Technik = heute gültige/aktuelle Normen, durchgeführt werden.
Bei einer 30jährigen Maschine oder Anlage, heißt das möglicherweise, sehr hohe Investitionen, bis hin zur Neuanschaffung.

NEIN – die Erneuerung von Teilen der sicherheitsbezogenen Steuerung, ist keine „Wesentliche Veränderung von Maschinen“ – auch die Konvertierung der Sicherheitssoftware, auf ein neues und gleichwertiges System, ist keine „Wesentliche Veränderung“! Dies gilt auch für Prozessanlagen, die unter die Druckgeräterichtlinie fallen.

Zitat Interpretationspapier S.4 Absatz 2:

„Der Austausch von Bauteilen der Maschine durch identische Bauteile oder Bauteile mit identischer Funktion und identischem Sicherheitsniveau sowie der Einbau von Schutzeinrichtungen, die zu einer Erhöhung des Sicherheitsniveaus der Maschine führen und die darüber hinaus keine zusätzlichen Funktionen ermöglichen, werden nicht als wesentliche Veränderung angesehen.“

Die Fallgestaltungen aus dem Interpretationspapier (S.3) lassen wir hier außen vor – dies würde den Rahmen sprengen.

Umbaumaßnahmen oder Retrofit werfen immer die gleiche Frage auf – mache ich dadurch eine  „Wesentliche Veränderung“?
Bei objektiver Einschätzung, unter Zuhilfenahme des Interpretationspapieres, werden sie feststellen, dass sie eher selten in den Bereich der „Wesentlichen Veränderung“ kommen.
Leider haben wir festgestellt, dass die Beratung der benannten Stellen nicht immer richtig sind und geben deshalb als Fazit:

Hinterfragen Sie die Entscheidungen/Beratungen und holen Sie sich eine zweite Meinung ein.

 

Unsere Leistung dazu:

Geben Sie uns eine kurze Information zu den anstehenden Maßnahmen Ihrer Maschinen und Anlagen – wir stellen fest und begründen die Frage – liegt eine „Wesentliche Veränderung“ vor?

Die Erstberatung ist bei der IFAN, ist immer kostenlos!

 

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IFAN bei der Forschungsvereinigung Kalk-Sand e.V.

Veröffentlicht am 01.03.2018 • Themen: Allgemein, IFAN

Die als gemeinnützig anerkannte Forschungsvereinigung Kalk-Sand e.V. betreibt die unternehmensübergreifende, praxisbezogene Grundlagenforschung für die Kalksandsteinindustrie. 

Zusammen mit der Thoms Elektrotechnik GmbH, dort Herrn Daniel Thoms, nahmen wir an der Veranstaltung – Kalksandsteintechnologie, am 07. Februar 2018, teil.

 

 

Wir berichteten ausführlich und detailliert über unsere Aktivitäten und trafen dabei komplett das Interesse der Teilnehmer. Die Teilnehmer waren Geschäftsführer, Abteilungsleiter und andere Entscheider, die für den Ablauf in Kalksand-Stein-Werken verantwortlich sind.

Als Betreiber interessierte besonders, das wir in unserer Unternehmensstruktur, die gesamte Automatisierung, verbunden mit den erforderlichen gesetzlichen Anforderungen übernehmen können.
An zahlreichen Referenzen unserer Tätigkeiten, erkannten die Teilnehmer nicht nur den Bedarf in ihren Betrieben, sondern auch, dass wir eine hohe Kompetenz und Erfahrung in der Beratung, in der Ausführung und der technischen Umsetzung besitzen – und das aus einer Hand!

Diese Schlussfolgerung als Ergebnis unserer Präsentation begründet sich, dass wir bereits unmittelbar im Anschluss der Veranstaltung, Anfragen von Teilnehmern erhielten und Anfragen aus Werken, denen von unserer Präsentation berichtet wurde.
Für uns bedeutet dies, dass unser Konzept stimmt und wir somit den Bedarf aus der Industrie erkannt haben und ihn mit dem Anspruch an Qualität und Zuverlässigkeit umsetzen können.

Bei Interesse, stellen wir Ihnen gern unserer Präsentation zur Verfügung.

 

Unsere Leistung dazu:

1.      Durchführung der Risikobeurteilung für den Bedarf der sicherheitsbezogenen Steuerung

2.      Berechnung Performance Level (PL) und Safety Integrity Level (SIL)

3.      Planung und Auslegung der sicherheitsbezogenen Steuerung (Stromlaufpläne/Stücklisten)

4.      Umbau der bestehenden Maschinen und Anlagen (Retrofit/Instandsetzung)

5.      Validierung und Abschaltmatrix der sicherheitsbezogenen Steuerung

6.      Ausstellung der Konformitätserklärung der sicherheitsbezogenen Steuerung

 

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